Prüfungsberichte & -statistiken des SHVD e.V.


1. Hauptprüfung am 06.01.2019 - HS-Hündin BRUNHILDE vom Oelsetal

Prüfungsbericht

Am 05.01.2019 wurde im Rahmen einer Drückjagd in einem Eigenagdbezirk gegen 11.00 Uhr ein Überläufer beschossen. Ca. 50 Meter nach dem Anschuss fanden sich zwei Föten sowie ein Faustgroßes Stück der Tracht. Schweiß nur abgestreift, an den armstarken Eschenstangen konnte gefunden werden.

Am Jagdtag wurde die kranke Bache nach ca. drei Stunden angesucht. Das örtliche Gespann folgte der Fährte ca. 800 Meter und brach dann die Suche ab. Ein weiteres Gespann musste die Suche aufgrund des schwindenden Lichts ebenfalls einstellen. Am Vormittag arbeitete das Gespann bereits eine Nachsuche im Stadtwald Sondershausen als Hauptprüfung. Diese Suche endete an einem Schwarzwildaufbruch. Nach eingehender Prüfung bestätigte der zuständige Revierleiter, dass an diesem Stand ein kranker Frischling zur Strecke kam.

Weidgenosse Strümpfel legte seine Hündin am 06.01.2019 um 12 Uhr zur Fährte. Die Hündin suchte am langen Riemen die Krankfährte der Bache und verwies das Stück Tracht deutlich. Zügig folgte das Gespann der anfänglich gut zu kontrollierenden Fährte durch den jungen Laubholzbestand. Nach ca. 1500 Metern wechselte das kranke Stück in einen sehr steilen Buchenaltholz-Hang. Auf dem talwärts führenden Wechsel konnte die Hündin nochmals ein kleines Stück Gescheide verweisen. Nach ca. 100 Metern Folge im Hang, bögelte die Hündin und suchte ausdauernd nach Ihrer Fährte. Am Verhalten des Hundes war deutlich zu erkennen, als sie wieder eine Fährte arbeitete. Am Hangfuss führte die Suche in ein lückig bestandenes Fichtenjungholz. Auch hier bögelte die Hündin und suchte sich die Krankfährte. Pirschzeichen wurden keine mehr gefunden.

Nach ca.300 Metern verließ das Gespann die Fichten und zog in einen feuchten Laubholzstreifen. Im Traufbereich des Gehölzes fand die Hündin eine verendete Bache mit Weidwundschuß. Die Untersuchung des Aufbruchs zeigte deutlich die abgeschossene Tracht.

Riemenarbeit.
Note 7
Die Riemenarbeit muss als normal eingestuft werden (siehe PO Seite 26)
  • Stehzeit 23 Stunden
  • Länge ca. 2100 m
  • Witterung feucht und kühl mit leichtem Regen in den Nachtstunden
  • Leichte Haken
  • über 800 Meter war eine Kontrolle der Arbeit möglich
Riemenarbeit: Note 7 x FWZ 3 = 21 Punkte dritter Preis (Totsuche)

  • Hauptprüfung: Strümpfel
  • HS-Hündin: BRUNHILDE vom Oelsetal
  • Chip. 276094502001975
  • Richter: Tino Fiedler (Leistungsrichter SHVD)
  • Zeuge: Tobias Sperl
08.01.2019
Tino Fiedler
1. Vorprüfung in Münchehofe 27.04.2019

Prüfungsergebnisse

Gespann Rasse Wildart Punkte Preis
Christoph Cebula mit Henriette von Militzers Meute BGS RW 168 I.
Bastian Winter mit Casper von der Hohen Heide BGS RW 55 o.P.
Karl Heinz Becker mit Emma von der Fährtentreue HS RW 68 o.P.
Dirk Stordel mit Bogdan vom Alten Fritz BGS DW 97 III.
Klaus Bannier mit Asco vom Rotwildgatter HS SW 92 III.
Oliver Sadowski mit Altmann vom Rotwildgatter HS SW 131 III.
2. Vorprüfung 12.05.2019 im Colditzer Forst

Prüfungsbericht

Vergessen ist die unbändige Trockenheit, Hitze und Staub des letzten Jahres. Der vergangene Winter kam dem einen und anderen Anwesenden an der Vorprüfung am 11.05.2019 im Colditzer Forst im anhaltenden Regen rückblickend gar nicht so trocken vor. Das Wetter wird wohl für Viele Teilnehmer und vor allem der zahlreichen Richter, Richteranwärter und Begleiter der Prüflinge von der Prüfung in Erinnerung bleiben. Insgesamt starteten 6 Hundegespanne zur 2. Vorprüfung 2019 des SHVD. Hälftig aufgeteilt wurde Schwarz- und Rotwildfährten gearbeitet. Zahlreiche Wechsel, Verleitfährten, Suhlen, ein reich strukturiertes Gelände mit wechselnden Untergründen ließen den einzelnen Hundeführer oftmals demütig am Ende des Schweißriemen während der Arbeit innehalten. Hoffend und bangend sich der rechten Fährte zuzuwenden und das Stück am Ende sehnend. So konnte mehrfach ein durch den Regen gedämpftes Jagdhornsignal nach erfolgreicher Suche vernommen werden.

Nach dem durch das Losverfahren die Startnummern verteilt wurden. Konnte in der Wartezeit zur Fährtenarbeit, bzw. nach abgeschlossener Fährtenarbeit die Form- bzw. Nachzuchtwertbestimmung durch die Zuchtwartin Fr. Röhler durchgeführt werden. Nach dem alle Gespanne ihren ersten Prüfungsabschnitt absolvierten wurde weiterhin ein rascher Prüfungsablauf beibehalten. Fakultativfächer wie die Anschneideprüfung, Verhalten auf dem Stand sowie dem Gehorsam wurden abgeprüft.

Durch das wahrlich nicht zu trockene Wetter wurde nicht nur das Haarkleid und die Konstitution der Schweißhunde unter Beweis stellen. Hier und da geriet selbst die durch deren Führer getragene Funktionskleidung an ihre Leistungsfähigkeit. So wirkte insbesondere das Ablegen endlos.
Durch die Durchführenden und den Prüfungsleiter Hr. Mutze und Prüfungswart Hr. Tenzler mit zahlreichen Helfern ist stets eine gut überschaubare Struktur und Ablauf der Prüfung gewährleistet worden. So gilt der Dank der Teilnehmer an die geschaffene sehr angenehme Prüfungsituation. Auch wenn das ein oder andere Gespann nicht an die im Vorfeld erbrachten Leistungen anknüpfen konnte, wurde auf eine freundliche Atmosphäre geachtet, ein respektvoller Umgang ist prägend für das erlebte Miteinander.

Mit freundlichen Grüßen
PD Dr. Schiffner

Prüfungsergebnisse

Gespann Punkte Preis
Dr. Rene Schiffner mit BGS Mona z Opalovej 158 I.
Johannes Müller mit HS Nola von der Rotfährte 98 III.
Joachim Wieland HS mit Aaron vom Rotwildgatter 93 III.
Friedrich Mitsch mit HS Iro Dedov dvor 91 III.
Heike Emhardt mit BGS Brayo z Gor Stolwiych 61 o.P.
Sascha Markus mit HS Jara Dedow dvor 36 o.P.
3. Vorprüfung 13.07.2019 Zellwald

Prüfungsbericht

folgt

Prüfungsergebnisse

Prüfungsleiter: Sascha Markus

GRUPPE I
Richter: Mario Hörig, Sascha Markus RA Manuela Franz
Richteranwärter: Manuela Franz

Gespann Wildart Punkte Preis
Hendrik Scholz mit Aila vom Hartheberg (BGS) SW - o.P.
Grit Moldenhauer mit Alma vom Hartheberg (BGS) RW 68 o.P.

  

GRUPPE II
Richter: Dirk Tenzler, Jörg Schubel; Tino Fiedler

Gespann Wildart Punkte Preis
Siegfried Machatzke mit Alinka vom Rotwildgatter (HS) SW 117 III.
Evelyn Wolff-Kruppa mit Unja Sfora Nemroda (BGS) RW 97 III.
4. Vorprüfung 27.7.2019 Revier Wirchensee - Landeswald Brandenburg - Forstbetrieb Müllrose

Prüfungsbericht

Unsere vierte VP im Jahr 2019 fand am Samstag dem 27.7.2019 in den Wäldern zwischen Spreewald und Oder statt. Revier Wirchensee - Landeswald Brandenburg - Forstbetrieb Müllrose. Das Revier. Das brandenburgische Landeswald Revier „Wirchensee“ vom Forstbetrieb Müllrose liegt im 227 Quadratkilometer großem Naturpark Schlaubetal. Es ist ein geschlossener Mischwald mit Buchen Eichen und Kieferbeständen.
Die letzte Eiszeit prägte dieses Endmoränengebiet mit seinen vielen Seen und Sümpfen.
Fünf Schalenwildaten (Rot-Dam-Schwarz- Rehwild und Muffelwild) ziehen in diesem reizvollen Revier ihre Fährten. Das Wetter am Prüfungstag war sonnig.
Die Temperatur betrug ca. 28 Grad.
Auf Grund der fehlenden Niederschläge war der Waldboden sehr trocken.
Der Großteil der Fährten führte durch eine gut bestockte Krautschicht.
Streckenweise fehlte der Bewuchs, so dass die Hunde über eine Sand-Laubschicht suchen mussten.

Wie schon in den Jahren zuvor diente der Waldgasthof am „Wirchensee“ als Prüfungslokal.
Rund um diesen malerischen See hatte das Richtertaem um Manuela Franz und Jörg Schubel am Freitagvormittag die sechs Prüfungsfährten und eine Ersatzfährte gelegt.
Am Samstag um acht Uhr, begrüßte Prüfungsleiter Jörg Schubel und Jagdhornbläser Rainer Janenz die Prüfungsgespanne, Gäste und Richter.
Nach der Gruppeneinteilung und der Verlosung der Fährten fuhren die Gruppen ins Revier.

Ich fungierte als Richter in der Richtergruppe 2 unter dem Richterobmann Ludwig Schultz. In unserer Gruppe begann ein polnischer Nachsuchenführer mit der Fährte 1 den Prüfungstag. Nach leichten Verständigungsschwierigkeiten zogen die HS Hündin und ihr Führer sehr ruhig auf den Anschuss. Die Hündin zeigte deutlich und arbeitete souverän ihre Fährte. Ihr Führer folgte ihr gelassen und war bemüht dem Vierläufer den nötigen Freiraum für die Suche zu ermöglichen. Man sah dem polnischen Kollegen an, dass er ein versierter Schweißhunde Führer war.
Es war eine Freude dieses Gespann arbeiten zu sehen. Kurz vor dem Suchenstück küselte der Wind so stark, das die Hündin mit Hoher Nase dem Wind folgte und so einen Abruf erfolgen musste.
Trotz dieses kleinen Missgeschicks, sahen die Richter eine exzellente Leistung von Hund und Führer.

Fährte 2 arbeitete ein Rüde aus unserer Zucht. Auch bei diesem Gespann konnten die Richter eine sehr ruhige und sichere Riemenarbeit benoten.

Für den jungen HS Rüden auf der Fährte 3 waren die Bedingungen an diesem Prüfungstag nicht optimal. Nach größeren Schwierigkeiten und zwei Richterabrufen ließ die Kondition des jungen HS sichtlich nach und er verweigerte im letzten Drittel die weitere Fährtenarbeit.
Hund und Führer absolvierten alle weiteren Prüfungsfächer mit Bravur und hohen Noten.




Für die beiden sicheren Fährtenarbeiter aus der Gruppe 2 endete der Prüfungstag trotzdem tragisch. Der Rüde gab beim Ablegen ständig Laut und die Hündin des polnischen Kollegen entfernte sich von ihrem Platz. Alle weiteren Fächer wurden auch von diesen beiden HS mit guten Noten bestanden.

Die Gruppe 1 stellte mit einer sehr guten Riemenarbeit und weiteren hohen Noten den Suchensieger mit 160 Punkten. Da der HS-Rüde „fest“ abgelegt war, erhielt er einen dritten Preis.
Der zweite HS der Gruppe 1 bestand die Vorprüfung mit 86 Punkten im Dritten Preis. Der einzige BGS dieser Vorprüfung scheiterte an der Riemenarbeit. Trotz einer perfekt vorbereiteten Prüfung konnten nur zwei Hunde die Anforderungen dieser Vorprüfung erfüllen. Dieses Ergebnis zeigt deutlich das wir unsere Hunde auf alle Eventualitäten einer Vorprüfung intensiv vorbereiten müssen.

Bevor ich mich beim Prüfungsleiter und seinen Richtern bedanke, möchte ich als erstes dem zuständigen Forstbetrieb und seinem Revierleiter ganz herzlich, für die Bereitstellung dieses Prüfungsreviers danken. Entgegen der allgemeinen Meinung, ist es für unseren Prüfungswart nicht ganz einfach ein geeignetes Prüfungsrevier inklusive einer gut eingespielten Prüfungsleitung zu finden. An dieser Stelle ist es mir ein dringendes Bedürfnis, dem Prüfungswart Weidgenossen Tenzler und seinem Mitarbeiter Thomas Mütze meinen Dank auszusprechen. Die beiden Mitglieder haben nicht nur diese Prüfung optimal vorbereitet sondern sind für alle in 2019 gelaufenen Prüfungen im Vorfeld verantwortlich.

Wienrode im August 2019
Tino Fiedler
(Vorstandsmitglied)

Prüfungsergebnisse

Gespann Punkte Preis
H.Peters mit ARAS vom Rotwildgatter (HS) 86 III.
R.Winter mit CENTO vom Oelsetal (HS) 143 o.P.
W.Gosler mit HAKO z Doliny iny (BGS) - o.P.
L.Milbrat mit HAKON vom Forstgut (HS) 160 III.
T.Wiktorczyk mit KOKA Apel na towy (HS) 122 o.P.
H.Endler mit NORIK vom Laußnitzer Jägerhof (HS) 69 o.P.
5. Vorprüfung 17.08.2019 Colditzer Forst

Prüfungsbericht

Wir ließen unser Wochenende schon am Freitag im idyllischen Ort Leisnig an einem wunderschönen Sommerabend im Restaurant „ Taverne“ bei leckerem Essen beginnen.

Nun war der Tag gekommen, an dem man die häufig trainierten Fährten vor der SHVD- Richterkorona bei der Vorprüfung unter Beweis stellen durfte.

Wir wurden um 8 Uhr bei Colditz in einem großen Forstrevier empfangen. Ein Dank an dieser Stelle an den Forstamtsleiter und auch an diejenigen, in anderen Revieren, indem der SHVD die Prüfungen durchführen darf.

Die Richter nahmen sich gleich die Zeit, um die Papiere der einzelnen BGS-und HS-Hundeführern zu prüfen .

Nach der offiziellen Eröffnung durch die Jagdhornbläser ergriff der Prüfungsleiter Dirk Tenzler das Wort und eröffnete den Tag für die angespannten Prüflinge. Wir wurden in 2 Gruppen mit jeweils 3 Hunden aufgeteilt und die Fährten wurden verlost. Durch die eingeteilten Helfer von Thomas Mütze konnte die Gesellschaft gut organisiert zum Sammelplatz gebracht und von dort aus weitergeleitet werden. Die Prüfung begann sehr entspannt und ohne Stress für Hund und Führer.

Die ersten Fährten wurden durch die Richtergespanne in jeder Gruppe sachlich, fachgerecht und absolut praxisnah eingewiesen. Ich zog die 2. Fährte in Gruppe 1 mit unserem Präsidenten Tino Fiedler, Prüfungsleiter Dirk Tenzler und Thomas Mütze. Als die 1. Fährte in vollem Gange war, machten sich die ersten Gespanne für die Formbewertung fertig. Diese führt Dagmar Röhler durch, Die Formbewertung ist eine für den Hund lebenslange, schriftlich festgehaltene Dokumentation, die wahrlich nicht jeder durchführen kann und möchte. Dagmar geht dabei strikt, ehrlich und konsequent im Sinne der festgehaltenen Regeln des SHVD.

Dann vernahmen wir das 1. Jagdhorn. So konnte wohl der erste Hundeführer mit seinem Partner das erste Stück in Besitz nehmen. Es dauerte auch nicht lange und dann wurde ich höflich aufgefordert mich für die 2. Fährte in unserer Gruppe fertig zu machen. Ich nahm meine Nachsuchenausrüstung und Elly von der Fährtentreue( 16 Monate alt), am aufgedockten Schweißriemen und begab mich in zu meinem Richtergespann. Dort wurde ich empfangen und in die 20-22 Stunden alte Rotwildfährte eingewiesen. Ich dockte ab, wies Elly ein und nach ca.20-30 Sekunden in der Vorsuche verwies sie wunderbar den Anschuss mit Schnitthaar. Die Hündin ließ nicht lange auf sich warten und fing sofort an zu arbeiten. Ich folgte ihr, weil sie mir eine eindeutige Körpersprache vermittelte…wir sind drauf!

Nach einer eigenen Korrektur wurde im weiteren Fährtenverlauf sehr deutlich, dass sich hier sehr viele Verleitungen aufwiesen. Diese zeigte Sie mir auch an, aber blieb doch Ihrer Rotwildfährte sehr treu. So arbeiteten wir mal schneller und mal langsamer die Fährte aus. Nach einer gefühlten Ewigkeit sah ich meiner Hündin an, dass sie kurz vorm Ziel sein muss. Am Stück angekommen, wurde sofort das Stück vom Jagdhornbläser verblasen, so dass dieser Moment so emotional war, das mir vor viel Freude die Tränen in den Augen standen. Ein Weidmannsheil vom gesamten Prüfungsgespann. Den Bruch bekam natürlich Elly für Ihre erbrachte Leistung an der Halsung. So kamen wir sehr glücklich am Sammelpunkt an. Wir warteten auf die letzte Fährte der Gruppe, die aber leider ohne Preis ausging.



Nach dem Verschnaufen ging es dann mit der Gruppe zur Leinenführigkeit, Verhalten beim Schuss. Diese Prüfung ging für mich mittelmäßig mit einer 5 aus. Aber dann mit dem 30 minütigen Ablegen ohne festleinen, konnte ich mit einer 9 einiges wieder gerade biegen. Zum Abschluss kam dann das Treiben und Schießen, welches wir auch überstanden haben. Somit ist für mich die Prüfung bei sehr anspruchsvollen Revierbedingungen mit viel Wild und Verleitungen mehr als gut gelaufen. Wir bekamen einen 2.Preis mit 146 Punkten.

Mein Dank an dieser Stelle an das Richtergespann, die mir die einzelnen Noten und auch Fehlerchen erklärten, so dass für mich keine Fragen offen blieben.

Der Ausklang des Tages war an einer Jagdhütte bei leckeren Gegrillten, Getränken und natürlich den Zeugnissen der Prüflinge. Auch hier wurde sich wieder sehr viel über fachliches ausgetauscht, so dass man sich auch hier wieder viel Positives und lehrreiches mit nach Hause nehmen konnte.

Nun heißt es für mich einen jungen Hund langsam an das rauhe, harte und körperanstrengende Nachsuchengeschehen durch Brombeeren, Schwarzdorn, Fichtenschonungen, Schilf und Gewässer zu führen. Ich freue mich darauf!

Vielen Dank an alle Helfer und Richter des Wochenendes und natürlich den Revierinhabern für die Bereitstellung des Reviers.

Weidmannsheil und kräftiges Suchenheil
Riccardo Winter

Prüfungsergebnisse

Prüfungsleiter: Dirk Tenzler

GRUPPE I
Richter: Tino Fiedler; Dirk Tenzler
Richteranwärter: Thomas Mütze

Gespann Wildart Punkte Preis
Riccardo Winter mit Eli von der Fährtentreue (HS) RW 146 II.
Karl Heinz Becker mit Emma von der Fährtentreue (HS) RW 85 o.P.
Michael Schmidt mit Artur vom Rotwildgatter (HS) RW 117 III.

  

GRUPPE II
Richter: Mario Hörig; Uli Tischer, Dr. Rene Schiffner

Gespann Wildart Punkte Preis
Andreas Heuser mit Aron vom Hartheberg (BGS) SW 107 III.
Uwe Großmann mit Franzi vom Steinfeld (BGS) RW 57 III.
Jonny Draheim mit Amber o.P. (HS) SW 95 III.
6. Vorprüfung 15.09.2019 Dresdner Heide

Prüfungsbericht

Am 15. September fand unsere sechste und vorletzte Vorprüfung des Jahres 2019, in der Dresdener Heide, in Sachsen, statt. Nach Wochen der Trockenheit hatten wir nach einigen Regenschauern, zu dieser vorletzten Vorprüfung, sehr gute Bedingungen.
Die Prüfung wurde durch unseren Prüfungswart Weidgenossen Dirk Tenzler ausgezeichnet vorbereitet und lief in den gewohnt geordneten Bahnen ab. Entsprechend der Prüfungsordnung wurden die Fährten 20 Stunden vor Prüfungsbeginn getreten.

Die Prüfergruppen wurden durch den zuständigen Revierförster eingewiesen. Der Baumbestand im Prüfungsrevier bestand im Wesentlichen aus Mischwald mit reichlich Unterwuchs. Hauptwildarten in der Dresdener Heide sind das Rot-, Schwarz- und Rehwild sowie Raubwild.

Am Prüfungstag versammelten sich die fünf Prüfungspaare, Richter und Korona in der sich im Revier befindlichen Baumschule. Zunächst wurden die Ahnentafeln, Impfausweise und Jagdscheine kontrolliert sowie die Chipnummern ausgelesen. Die Prüfung wurde pünktlich um 8.00 Uhr eröffnet. Der Prüfungsleiter stellte die Richtergruppen vor, es wurden die Fährten ausgelost und die Sicherheitsbelehrung durchgeführt. Dann rückte der Tross in die Prüfungsreviere ab. Die hohen Prüfungsanforderungen des SHVD stellten die Hunde und ihre Führer vor erhebliche Probleme. Mit Geschick und Vermögen meisterten zwei der fünf angetretenen Gespanne diese anspruchsvolle Prüfung. Ein Hundeführer verdarben sich das Bestehen der Prüfung dadurch, das sein fest angeleinter Hund im Fach Ablegen mehrfach bellte und laute Töne von sich gab. Eine sehr gute Riemenarbeit und insgesamt gute Prüfung bot Waidgenosse Jens Dönicke mit seiner BGS Hündin Anna von der Süntelbuche. Er wurde mit 169 Punkten Suchensieger. Im Anschluss an die Prüfung fand die Formbewertung der Hunde statt. Es konnte festgestellt werden, dass alle vorgestellten Hunde dem Standard des Hannoverschen Schweißhundes bzw. des Bayerischen Gebirgsschweißhundes entsprachen. Einen herzlichen Dank sagen wir dem Revierleiter Thomas Stelzig vom Staatsbetrieb Sachsenforst für seine vielfältige Unterstützung.

Dieser schöne Prüfungstag endete nach der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse und Ausgabe der Urkunden mit einem zünftigen Schüsseltreiben.

Rainer-Joachim Janenz
Prüfungsleiter
Gespann Punkte Preis
Jens Dönike mit Anna von der Süntelbuche 169 I.
Christoph Schütze mit Eik von der Fährtentreue 91 III.
Christoph Weigand mit Bismark vom Alten Fritz - o.P.
Roger Polz mit Fenris zum Ordensholz - o.P.
Mario Hesse mit Eiko von der Fährtentreue - o.P.
Deutsch –Dänischer Gattertag in Bad-Segeberg

Deutsch –Dänischer Gattertag in Bad-Segeberg

Im Frühjahr 2019 hatte unser Mitglied und aktiver Nachsuchenführer Rainer Holste einen Termin, für Sonntag den 15.9.2019, im Schwarzwildgatter Bad-Segeberg reserviert.
Nach telefonischer Rücksprache mit dem Prüfungswart konnten 10 Hundeführer, welche im Vorfeld eine Nennung abgegeben hatten, ihre Hunde im Gatter arbeiten lassen.
Die sehr nördliche Lage des Schwarzwildgatters Bad-Segeberg nutzten vier unserer dänischen Mitglieder und reisten mit fünf Hunden zum Schwarzwildtag. Links. Die vier dänischen Mitglieder mit Ib Lund im Vordergrund(orange Hose) Ib vielen Dank fürs Übersetzen Sechs weitere SHVD - Mitglieder nutzten ebenfalls die Gelegenheit ihre Hunde am Schwarzwild zu testen. Das, in einem urigen Hochwald (mit noch grünen Fichten ;-)) bei Bad-Segeberg gelegenen Übungsgatter, wird vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein betrieben. Am Morgen des 15. 9. 2019 wurden wir von den beiden Gattermeistern Uwe Kemmerich und Oliver Kelp freundlich begrüßt. Während unsere Richter die Ahnentafeln, Cip-Nummern und Impfausweise kontrollierten, zahlten die Teilnehmer ihren Unkostenbeitrag für den Unterhalt des Schwarzwildgatters. Pünktlich um acht Uhr konnte Gattermeister Uwe Kemmerich den Gattertag mit einer Vorstellung des Gatters und einer kurzen, aber eindringlichen Belehrung zum Tierschutzgerechten Verhalten im Übungsgatter eröffnen. Eröffnung Deutsch-Dänischer Gattertag Da unsere Hunde ausschließlich am kranken Schwarzwild arbeiten werden, kann die Arbeit im Gatter für Schweißhunde nur eine Notlösung sein. Auf keinen Fall sollten wir die Hunde zu lange oder zu oft am gesunden Wild arbeiten. Die Anlage des Landesjagdverband Schleswig-Holstein bietet für Schweißhunde die besten Vorrausetzungen. Neben einem Dickungs reichen Übungsgatter, gibt es einen Bereich in dem die Hunde sichtig an das Schwarzwild herangeführt werden können. Durch die Arbeit im offenen Hochwald, können Gattermeister und Richter das Verhalten der Schweißhunde optimal analysieren. Von unseren elf Hunden arbeiteten sieben druckvoll und ohne Selbstgefährdung an den zwei starken Bachen. Zwei Hunde benötigten eine geringe Unterstützung ihrer Führer. Zwei junge HS sollten auf Anraten der Gattermeister, noch ein paar Übungseinheiten absolvieren. Durch die professionelle Beratung der beiden Fachmänner (sie haben über tausend Hunde am Schwarzwild gesehen) war aber eine deutliche Steigerung bei den beiden Junghunden zu erkennen. Auf Anraten der Gattermeister wurde ein weiterer Übungstermin für die zwei Jungspunde vereinbart. Die beiden Bachen waren absolut souverän und entspannt. Während die Eine die Hunde auf Abstand hielt stand die Andere ruhig im Gebräch. Zu freche Hunde wurden durch Ausfälle und Scheinangriffe in ihre Schranken verwiesen. Auswertung Deutsch-Dänischer Gattertag Auch dieser Übungstag zeigte wieder wie wichtig es ist unsere Jagdhunde tierschutzkonform am wehrhaften Schwarzwild einzuarbeiten. Diese Einarbeitung wäre aber nicht möglich, wenn es nicht im gesamten Bundesgebiet ehrenamtliche Gattermeister/innen, betreibende Landesjagdverbände und Flächen zur Verfügung stellende Waldbesitzer gäbe. Im Namen des SHVD, möchte ich mich an dieser Stelle in aller Form dafür bedanken, dass es Jäger/innen, Landesjagdverbände und Waldbesitzer gibt, die uns Hundeführern die Einarbeitung unserer Vierläufer am Schwarzwild ermöglichen und in der Vergangenheit für die Einrichtung der Gatter gestritten haben. Mein ganz besonderer Dank geht an diesem Tag an die beiden Gattermeister Uwe Kemmerich und Oliver Kelp, die ausgesprochen freundlich und professionell unseren Deutsch –Dänischer Gattertag moderierten und den Hundeführern sowie unseren Richtern mit fachlichem Rat zur Seite standen. Aber auch Dir lieber Rainer Holste ein ganz großes Dankeschön für Deine Organisation im Vorfeld. Wir kommen gerne wieder in den hohen Norden. Ich danke nochmals dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein,

Weidmannsheil
Tino Fiedler
Richter-SHVD
1. Vorprüfung 2018 - 12.05.2018 in Colditz

Impressionen

Prüfungsbericht

Am 11.05.18 habe ich mich mit meinem Hund Barras vom Bayrischen Rigi auf den Weg nach Colditz gemacht, da wir die weiteste Anreise hatten.
Saulgrub ( Ammergebirge ) – Colditz ca. 520km

Nach dem wir unser Zimmer bezogen und eine große Runde nach der langen Fahrt gemacht hatten, wollte ich den morgigen Treffpunkt anfahren. Diesen fand mein Navi aber nicht, darauf rief ich unseren Prüfungsleiter Hr. Thomas Mütze an und der es mir am Telefon erklären wollte aber auf Grund der schlechten Verbindung immer abbrach, kam er kurzer Hand auf die Straße gelaufen und half mir!!!

Am nächsten Morgen machten mein Hund und ich uns nach dem Frühstück ( “hab nicht wirklich was runter gebracht“ ) auf den Weg zum Forsthaus Waldmühle.

Nach einem Guten Morgen und Weidmannsheil untereinander ging es sehr pünktlich und zügig los. Papiere von den Hunden und Führern wurden kontrolliert Die Chips der Hunde Jagdhornbläser Ansprache vom Prüfungsleiter Hr. Thomas Mütze Verlosung der 4 Gespanne, 2x SW und 2x RW Dann ging es ins Revier zwischen Kleinbardau und Etzoldshain, wir waren Gespann Nr. 3 mit Rotwild.

Jetzt ging das Warten los und die Temperaturen stiegen und die Mücken wurden immer angriffslustiger. Ich habe nur gedacht das wird für die Fährtenarbeit nicht förderlich sein. Dieses habe ich auch schon bald vergessen, weil man sich nett unterhalten hat mit den anderen Hundeführern sowie die Vereinsmitglieder die zu Gast waren.

Nun wurde ich mit meinem Hund aufgerufen, ich ging zum Auto und zog meine Nachsucheausrüstung an und machte meinen Barras fertig. Als mein Hund mich so gelassen anschaute und mir 1x durchs Gesicht leckte war ich es auch und sagte zu uns “jetzt gehen wir in den Busch und machen unsere Arbeit“

Wir wurden von Hr. Sascha Markus dem Richterobmann kurz eingewiesen und lies dann meinen Barras mit den Worten “ Such Vorhin“ vorsuchen. Nach einer sehr guten Vorsuche ging es auf die Fährte die sehr anspruchsvoll war, sehr trockener Boden da es seit 5 - 6 Wochen keinen Tropfen geregnet hat und Verleitungen vom Schalenwild was in der Früh drüber gezogen war. Somit musste ich meinen Hund 2x leise korrigieren und vom Richterobmann wurden wir auch 1x korrigiert “Ist halt so“, aber wir ließen uns die Ruhe nicht nehmen. Mein Barras zeigte wie immer Fährtenwillen und arbeitete toll weiter bis zum Stück, geschafft ein schönes Gefühl. In der Zeit wo sich die Richter beraten haben gab es Rindfleisch für meinen Hund zur Belohnung und wir spielten mit dem Rotwildhaupt. Herr Sascha Markus übereichte uns den Bruch und jeder wünschte WmH.

Es ging zurück zum Sammelplatz wo sich Jeder mit uns gefreut hat…………

Nach kurzer Pause und inne halten bei uns beiden, wurden wir zur Formbewertung auf gerufen. Barras wurde von Hr. Mario Hörig und Hr. Tino Fiedler genauestens Vermessen, Untersucht und Bewertet, was er mit Ruhe und den ein oder anderen Futterbrocken über sich hat ergehen lassen.

Wir wechselten den Revierteil und gingen zu den Gehorsamsfächern über. Hier wurde auch jedes Gespann einzeln aufgerufen und zeigte gute bis sehr gut Leistungen. Zum Prüfungspunkt Ablegen wurden wir gemeinsam aufgerufen, es wurde uns von unserem Prüfungswart Hr. Dirk Tenzler die Frage gestellt wie wir die Hunde ablegen wollen. Ich entschied mich für frei am Rucksack. Als ich von meinem Hund weg ging war mir nicht mehr wohl. Wir Führer lenkten uns gegenseitig gut ab, so ging die Zeit schnell rum und jeder Hund hat mit tollem verhalten bestanden. Von den Richtern gab es für jeden ein WmH

Wir fuhren alle gemeinsam zu der Jagdhütte in Richtung Colditz, die Waldwege waren so staubig, dass wir nur Schritttempo fahren konnten. Hier war schon alles vorbereitet, Getränke, Grillgut usw. Die Hunde wurden im Schatten abgelegt, für uns gab es kühle Getränke, leckere Wildbratwurst und Steaks vom Grill. Nach der Stärkung und netten Gesprächen gab es die Prüfungsergebnisse vom Prüfungsleiter Hr. Thomas Mütze für die 4 Gespanne. Hr. Tino Fiedler 1 Vorsitzender beendete den Prüfungstag mit einer Ansprache an uns alle. Wir brachen nach und nach den Heimweg an, ich nach einem Spaziergang mit meinem Barras im Colditzer Forst ins unser Hotel.

Dieser Tag wird mir immer in guter Erinnerung bleiben, da dies meine erste VP mit meinem ersten HS war. Des Weiteren die Vereinsmitglieder die alle sehr freundlich und nett waren, was man heut zu Tage recht selten findet in einem Zucht- und Leistungs Verein. Dafür nochmal danke.

Im Namen des SHVD bedanke ich mich beim Sachsen Forst für die Bereitstellung der Reviere
Im Namen der 4 Gespanne bei den Richtern, Helfen zum Durchführen der Prüfung und dem Grillmeister.

Ein WmH und Suchenglück an alle, verbleibe ich hochachtungsvoll
Timo Trebing und Barras vom Bayrischen Rigi
Saulgrub im 2018

Prüfungsergebnisse

Gespann Punkte Preis
Dieter Hoppe mit HS-Rüde CANTUS vom Oelsetal 102 III.
Timo Trebing mit HS-Rüde BARRAS vom Bayrischen Rigi 158 II.
Christian Rößler mit HS-Rüde MAX vom Laußnitzer Jägerhof 91 III.
Uwe Großmann mit BGS-Hündin FRANZI vom Steinfeld 24 o.P.
2. Vorprüfung 2018 - 02.06.2018 in der Schorfheide

Prüfungsbericht

Am 02. Juni fand unsere zweite Vorprüfung des Jahres 2018 in der Schorfheide statt.

Die Prüfung stand zunächst unter keinem guten Stern. Unsere Prüfungsleiterin Jenny Spethmann fiel auf Grund eines Unfalls zwei Tage vor der Prüfung aus und musste das Krankenbett hüten. Unkompliziert wurde die Lücke durch den Weidgenossen Klaus Richter geschlossen.

Da die Prüfung durch unseren Prüfungswart Weidgenossen Dirk Tenzler und Jenny Spethmann ausgezeichnet vorbereitet war, lief die Prüfung in den gewohnt geordneten Bahnen ab. Entsprechend der Prüfungsordnung wurden die Fährten 20 Stunden vor Prüfungsbeginn getreten.

Die Prüfergruppen wurden durch die zuständige Revierförsterin eingewiesen. Der Baumbestand im Prüfungsrevier bestand im Wesentlichen aus mittelalten Kiefern mit geringem Unterwuchs. An der Struktur des Waldes war erkennbar, dass ihn einst ein Preußenkönig anlegen ließ.

Hauptwildarten sind das Rot,-Schwarz-und Rehwild, sowie Raubwild. Am Prüfungstag versammelten sich die sechs Prüfungspaare, Richter und Korona am vereinbarten Sammelpunkt, so das die Prüfung pünktlich um 8.00 Uhr eröffnet werden konnte. Nach dem Auslesen der Chipnummern, Einteilung der Gruppen und der Sicherheitsbelehrung wurde in das Prüfungsrevier abgerückt. Da hochsommerliche Temperaturen vorhergesagt wurden, bemühtesich die Prüfungsleitung um einen zügigen Ablauf.

Bald war erkennbar, dass alle Gespanne ausgezeichnet vorbereitet waren. Und so stand die Prüfung doch noch unter einem guten Stern. Alle sechs Gespanne bestanden die Prüfung. Es kommt in unserem Verein sehr, sehr selten, dass allen Hundeführern die Urkunde für die bestandene Prüfung ausgehändigt werden konnte. Einige Hundeführer verdarben sich bessere Platzierungen, weil sie ihre Hunde im Fach Ablegen, fest ablegten. Eine sehr gute Arbeit bot Weidgenosse Roland Otto Schmidt-Boek mit seiner HS Hündin Cora von der Hohen Heide. Er wurde mit 161 Punkten, im I. Preis, der Suchensieger. Hätte der Preußenkönig die Arbeit unserer Hunde gesehen, dann wäre er sicherlich hoch erfreut gewesen.

Im Anschluß an die Prüfung fand die Formbewertung der Hunde unter der Leitung des Weidgenossen Klaus Richter statt. Es konnte festgestellt werden, dass alle vorgestellten Hunde dem Standard des Hannoverschen Schweisshundes entsprachen. Dieser für alle Beteiligten schöne Prüfungstag endete nach der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse und Ausgabe der Urkunden mit einem zünftigen Schüsseltreiben unter den Klängen der Jagdhornbläser.

Rainer-Joachim Janenz

Prüfungsergebnisse

Gespann Wildart Punkte Preis
R.O. Schmidt-Boek mit Cora v.d. Hohen Heide (HS) SW 161 I.
T. Grimberg mit Amie Zula v.Trouvee (BGS) RW 136 III.
T. Negd mit Frieda v. Steinfeld (BGS) RW 102 III.
O. Günther mit Conny v.d. Hohen Heide (HS) SW 77 III.
H. Peters mit Bela v. Bayrischen Rigi (HS) SW 96 III.
K. Schneider mit Anouk v. Oelsetal (HS) SW 112 III.
3. Vorprüfung 2018 - 11.08.2018 im Colditzer Forst

Impressionen

Prüfungsbericht

Am 11.8.2018 war es wieder soweit. Der Schweißhundeverein Deutschland führte im Colditzer Forst, Revier Waldmühle seine 3.Vorprüfung 2018 durch. Gemeldet waren 6 Hundegespanne. Die Vorrausetzungen für diese Prüfung waren nicht die besten, seit Anfang Mai (!!!!) hatte es kaum geregnet. Die Bodenvegetation war großflächig vertrocknet und der Sturm Frederike hatte große Schäden im Wald hinterlassen. In der Woche vor der Prüfung herrschten Temperaturen jenseits der 35° Celsius. Ab Donnerstag kühlte es sich ab auf 25°. Pünktlich trafen sich am Freitag die Richter um die Fährten entsprechend der Prüfungsordnung im Wald zu treten.

Eine Gruppe Jagdhornbläser eröffnete am Sonnabend die Prüfung. Nachdem die Sicherheitsbelehrung und Gruppeneinteilung erledigt war, wurden die Fährten verlost und es ging los in das Suchenrevier. Der erste Rüde hatte mit der Vorsuche auf der Rotwildfährte keine Probleme und nahm die Fährtenarbeit auf. Im weiteren Verlauf tat er sich mit den vielen Verleitungen etwas schwer und musste mehrfach durch seinen Führer korrigiert werden. Nach etwa 45 Minuten hatte es das Gespann zum Suchenstück geschafft.

Nachdem das zweite Gespann eingewiesen war, ging es mit der Fährtenarbeit weiter. Dieser Rüde arbeitete sehr fährtentreu und arbeitete die Haken sauber aus und verwies auch ein Wundbett. Leider nahm er eine Verleitfährte auf und musste durch die Prüfer zurückgerufen werden. Aber er zeigte im weiteren Verlauf eine sehr ordentliche Riemenarbeit und konnte das Suchenstück in Besitz nehmen. Auch das dritte Gespann zeigte eine ordentliche Leistung. Hier verhinderte der Hundeführer eine bessere Leistung seines Hundes. Es gab 3 Korrekturen durch den Führer und einen Rückruf durch die Richter. Aber sie konnten die Fährtenarbeit erfolgreich beenden.

In der zweiten Gruppe konnten zwei Gespanne die Fährtenarbeit erfolgreich beenden, ein Gespann leider nicht.

Mit der Riemenführigkeit und dem Gehorsam hatten alle Gespanne keine Probleme und es wurden gute Leistungen erbracht. Die Schussfestigkeit war auch für keinen der Hunde eine Hürde.



Jetzt kam das Ablegen. Drei Hunde wurden frei abgelegt, die anderen drei fest. Die 30 Minuten und die zwei Schüsse wurden von allen problemlos gemeistert. Danach ging es in die Jagdhütte zu einen kleinen Imbiss und kühlen Getränken. Die Formwertbeurteilung wurde für die 3 Hunde der 1. Gruppe noch durchgeführt, drei Hunde der zweiten Gruppe wurden schon parallel zur Prüfung angeschaut. Gegen 14.30 Uhr wurde die Prüfung mit Übergabe der Urkunden beendet. Ein großes Dankeschön geht an den Sachsenforst, Forstbezirk Leipzig, für die Nutzung des Revieres und der Jagdhütte.

Ich wünsche allen Hundegespannen einen guten Start in den rauen Nachsuchenalltag und viel Erfolg.

Bedanken möchte ich mich bei allen Richtern und Helfern und zum Schluss sagen: DER PRÜFUNGSTAG HAT WIEDER RICHTIG SPASS GEMACHT.

Thomas Mütze
Richteranwärter


Prüfungsergebnisse

Gespann Punkte Preis
Norbert Enke mit HS-Rüde Argo 107 III.
Hartmut Sahm mit BGS-Hündin Cola 82 III.
Dr. Joachim Lübow mit HS-Hündin Delta von der Fährtentreue 140 II.
Uli Tischer mit HS-Rüde Don von der Fährtentreue 128 III.
Martin Hagebruch mit HS-Rüde Mika vom Laußnitzer Jägerhof 87 III.
Gabi Hang mit HS-Rüde Bones vom Bayerischen Rigi 80 o.P.
4. Vorprüfung 2018 - 08.09.2018 in der Dresdner Heide

Prüfungsvideo

Prüfungsbericht

Am 08. September fand unsere vierte und letzte Vorprüfung des Jahres 2018, in der Dresdener Heide, in Sachsen, statt. Nach den langen Wochen der Trockenheit hatten wir nach einigen Regenschauern, zu dieser letzten Vorprüfung, sehr gute Bedingungen.

Die Prüfung wurde durch unseren Prüfungswart Weidgenossen Dirk Tenzler ausgezeichnet vorbereitet und lief in den gewohnt geordneten Bahnen ab. Entsprechend der Prüfungsordnung wurden die Fährten 20 Stunden vor Prüfungsbeginn getreten.

Die Prüfergruppen wurden durch den zuständigen Revierförster eingewiesen. Der Baumbestand im Prüfungsrevier bestand im Wesentlichen aus Mischwald mit reichlich Unterwuchs. Hauptwildarten in der Dresdener Heide sind das Rot-, Schwarz- und Rehwild sowie Raubwild.

Am Prüfungstag versammelten sich die sechs Prüfungspaare, Richter und Korona in der sich im Revier befindlichen Baumschule. Zunächst wurden die Ahnentafeln, Impfausweise und Jagdscheine kontrolliert sowie die Chipnummern ausgelesen. Mit dem Signal „Sammeln der Jäger“ riefen die Jagdhornbläser zum Sammelplatz. Nach erklingen des Signals “Begrüßung“, konnte die Prüfung pünktlich um 8.00 Uhr eröffnet werden. Der Prüfungsleiter stellte die Richtergruppen vor, es wurden die Fährten ausgelost und die Sicherheitsbelehrung durchgeführt. Mit dem Signal „Aufbruch zur Jagd“ rückte der Tross dann in die Prüfungsreviere ab.

Die hohen Prüfungsanforderungen des SHVD stellten die Hunde und ihre Führer vor erhebliche Probleme. Doch mit Geschick und Vermögen meisterten fünf der sechs angetretenen Gespanne diese anspruchsvolle Prüfung. Es kommt in unserem Verein sehr selten vor, dass ein so positives Ergebnis erzielt werden konnte. Einige Hundeführer verdarben sich bessere Platzierungen, indem sie ihre Hunde im Fach Ablegen, fest ablegten. Eine sehr gute Riemenarbeit bot Waidgenosse Rene Matschke mit seiner BGS Hündin Bara spod Znievu. Er wurde mit 142 Punkten Suchensieger.




Im Anschluss an die Prüfung fand die Formbewertung der Hunde unter der Leitung der Weidgenossin Dagmar Röhler statt. Es konnte festgestellt werden, dass alle vorgestellten Hunde dem Standard des Hannoverschen Schweißhundes bzw. des Bayerischen Gebirgsschweißhundes entsprachen.

Einen herzlichen Dank sagen wir dem Revierleiter Thomas Stelzig vom Staatsbetrieb Sachsenforst für seine vielfältige Unterstützung.

Dieser schöne Prüfungstag endete nach der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse und Ausgabe der Urkunden mit einem zünftigen Schüsseltreiben. Die Jagdhornbläser verabschiedeten die Teilnehmer mit den Signalen „Jagd Vorbei, Halali“ und „Auf Wiedersehen“.

Rainer-Joachim Janenz

Prüfungsergebnisse

Gespann Formwert Punkte Preis
R. Matschke mit Bara spod Znievu (BGS) g 142 III.
R. Rathmann mit Kira z Opalowej (BGS) sg 118 III.
A. Thiede mit Chiro Dedov dvor (HS) sg 117 III.
R. Richter mit Gabi Jakubov dvor (BGS) sg 95 III.
M. Rill mit Conrad v.d. Hohen Heide (HS) sg 92 III.
F. Fritsche mit Hera Dedov dvor (BGS) Nzb. - o.P.