Lehrreiche Ausbildungstage
Schweißhundelehrgang in Plau am See – intensive und
lehrreiche Ausbildungstage
Vom 17. bis 19. April 2026 fand im wildreichen Revier am Drewitzer See ein
dreitägiger Schweißhundelehrgang statt, an dem insgesamt sieben Junghunde derRasse Bayerischer Gebirgsschweißhund (vier Rüden und drei Hündinnen) aus dem Wurf vom 10.07.2025 aus dem Zwinger vom Rotwildgatter teilnahmen. Organisiert, vorbereitet und fachkundig durchgeführt wurde der Lehrgang von RainerJoachim Janenz – Züchter von Schweißhunden im Schweißhundeverein Deutschland e.V.
Das Ausbildungsrevier, geprägt von weitläufigen Kiefernbeständen und bekannt als ehemaliges Staatsjagdgebiet, bot hervorragende Voraussetzungen für eine realitätsnahe und anspruchsvolle Ausbildung. Bereits im Vorfeld hatte Rainer den aktuellen Ausbildungsstand der einzelnen Hunde abgefragt und darauf aufbauend gezielt Übungsfährten vorbereitet. Diese wiesen eine Länge von mindestens 600 Metern auf, beinhalteten zwei rechte Winkel sowie mehrere Verweiserpunkte und entsprachen damit in hohem Maß den Anforderungen der späteren Prüfungen.
Nach einer gemeinsamen Besprechung am Freitagmittag begann die praktische
Arbeit im Revier. Neben der Vorsuche mit einem begrenztem Zeitfenster von zehn Minuten lag der Schwerpunkt auf der sauberen Riemenarbeit. Trotz unterschiedlicher Ausbildungsstände der Hunde gelang es allen Gespannen, die ausgearbeiteten Fährten erfolgreich bis zum Stück zu verfolgen. Besonders wertvoll war dabei dieausführliche Nachbesprechung jeder einzelnen Übungsfährte, bei der Stärken, Schwächen und konkretes Verbesserungspotenzial sowohl bei Hund als auch Hundeführer offen und konstruktiv aufgezeigt wurden.
Der zweite Lehrgangstag stand ganz im Zeichen der weiteren Fährtenarbeit sowie der theoretischen und praktischen Prüfungsvorbereitung. Ergänzend wurden die Prüfungsordnung gemeinsam durchgegangen und typische Prüfungssituationen
besprochen. Darüber hinaus nahmen die Gehorsamsfächer einen wichtigen Raum ein. Übungen zur Riemenführigkeit, zum Ablegen sowie zur Schussfestigkeit zeigten deutlich die gute Wesensfestigkeit aller teilnehmenden Hunde. Keiner der Hunde ließ sich durch den Schuss beeindrucken, was die solide züchterische Grundlage und die bisherige Ausbildung eindrucksvoll bestätigte.
Der dritte Lehrgangstag stellte durch anhaltenden Landregen erhöhte Anforderungen an Mensch und Hund. Umso bemerkenswerter war die Anpassungsfähigkeit der meisten Hunde an die schwierigen Witterungsverhältnisse. Durch das Verschwinden von Markierungen war es notwendig, sich vollständig auf die Nasenarbeit der Hunde zu verlassen – eine wertvolle Erfahrung, die das Vertrauen in den vierbeinigen Jagdhelfer weiter stärkte – gemäß dem Grundsatz, der Hund hat meistens recht.
Am Ende der drei intensiven Tage waren sich alle Teilnehmer einig, dass dieser
Lehrgang einen äußerst realistischen und ehrlichen Überblick über den jeweiligen Ausbildungsstand von Hund und Hundeführer vermittelte. Die fundierte Vorbereitung, die strukturierte Durchführung sowie die große Fach- und Praxiserfahrung von Rainer-Joachim Janenz machten diese Ausbildung zu einer rundum gelungenen Veranstaltung. Der gemeinsame Austausch am Abend rundete die lehrreichen Tage in kameradschaftlicher Atmosphäre ab und bestätigten uns, dass alle Hunde den gleichen Blödsinn im Kopf haben.
Unser herzlicher Dank gilt RainerJoachim Janenz für die engagierte Durchführung dieses anspruchsvollen Lehrgangs, wir freuen uns bereits jetzt auf den Folgelehrgang und sind uns ganz sicher, dass wir mit dem Wochenende der Vorprüfung einen entscheidenden Schritt nähergekommen sind.
Im Namen der gesamten „Welpengruppe Cora“.
