VP Finsterbergen am 09.05.2026
Prüfungsergebnis
Richter
Prüfungsbericht
Am Samstag den 09.05.26 fand in Forstamt „Finsterbergen“ eine weitere Vorprüfung des Schweißhundevereins Deutschland e.V. statt.
An dieser Stelle gleich erstmal ein herzliches Dankeschön an das zuständige Forstamt und an die beiden freundlichen Förster, welche uns den ganzen Tag begleiteten und uns bei aller bestem Wetter mit Essen und Trinken versorgten.
Unser Treffpunk war Problemlos zu finden, direkt an der Straße war eine Gaststätte mit Parkplatz. Alle Teilnehmer der Prüfung erschienen pünktlich und wir wurden vom Prüfungsleiter Dr. Gerd Struck und den Richtern freundlichst begrüßt.
Nach zügiger Abwicklung aller Formalitäten ging es in das Prüfungsrevier. Ein herrlich gelegenes Blockhaus, umgeben von alten Fichten auf einer kleinen Waldwiese war unser Sammelpunkt. An diesem Tag wurden vier Hunde geprüft. Drei BGS und meine Hannoversche Schweißhündin Bonnie Wilma vom Penetal. Wir hatten die Fährte ZWEI gelost.
Das erste Gespann war bereits unterwegs, nach einiger Zeit kamen die Prüfer zurück und teilten uns mit das die erste Suche leider nicht zum Ziel führte und abgebrochenwerden musste.
Als nächstes Gespann waren wir nun dran. Stark aufgeregt ging es zum vermuteten Anschuss. Ich legte Wilma wortlos ab und untersuche den Waldboden auf mögliche Auffälligkeiten, ging zum Hund zurück und schickte ihn los. Zügig und zielstrebig untersuchte sie die Umgebung und verwiess mir den Anschuss. Sie lag danach gut im Riemen und wir machten ordentlich Strecke. Wilma arbeitete die Fährte sehr gut aus zeigte den einen oder anderen Verweiser und Wundbetten an. Dann kam plötzlich eine Unruhe bei den Prüfern zum Vorschein und sie baten mich Wilma etwas langsamer zu führen oder sogar anzuhalten. Auf dem Weg vor uns, den wir gleich kreuzen mussten ist jemand mit seinem Hund spazieren gegangen. Ich beobachtete Wilma die dann auch kurz aufwarf aber unbeeindruckt weiterarbeitete. Hinter dem Weg ließ sie sich verleiten, ich bemerkte das und flüsterte ihr leise zu „zur Fährte“ und sie bögelte sich frei und es ging weiter. Insgesamt war es eine sehr schön zu arbeitende, abwechslungsreiche Fährte mit Heidelbeeren, Brombeeren und auch ganz trockenen Fichtennadeln. Meine Aufregung stieg mit jedem Meter und ich hoffte das wir es gleich geschafft haben. Und dann lag es vor uns…..das Endstück. Ich war überglücklich und lobte und spielte mit meinem tollen Hund….Die Prüfer gratulierten mir und es ging zurück zum Sammelplatz. Als nächstes waren die Schwarzwildfährten an der Reihe und auch die beiden Gespanne kamen gut ans Ziel, wie man es an einem breiten Lächeln auf ihren Lippen sehen konnte. Kurze Mittagspause und dann ging es mit den Gehorsamsfächern weiter. Die Zeit verging wie im Fluge aber dann kam die längste halbe Stunde meines Lebens. Wilma war die Einzige die frei abgelegt wurde, alle anderen machten ihre Hunde fest. Uns allen fiel ein Stein vom Herzen als wir von den Prüfern zurückgerufen wurden. Am Sammelpunkt angekommen warteten die beiden freundlichen Förster schon mit gegrillten Köstlichkeiten und einigen Getränken. Die Prüfer zogen sich zurück und machten die Papiere fertig und gratulierten im Anschluss nochmals den erfolgreichen Gespannen und übergaben uns unsere Urkunden und Zensuren Blätter.
Fast alle Teilnehmer kamen aus größerer Entfernung angereist so das bald Aufbruchstimmung herrschte und der Prüfungstag im Forstamt Finsterbergen neigte sich dem Ende.
Schön war es. Herzlichen Dank an alle Helfer und Organisatoren die diesen Prüfungstag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.
Suchen- und Waidmannsheil!
Steffen From